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Siros Parham (1930–2025): Iranischer Teppichforscher verstorben

Last Updated: Dezember 7, 2025By

Siros Parham, bekannt unter seinem Pseudonym Mitra, wurde am 23. Januar 1930 in Schiras, Iran, geboren. Er war ein bedeutender Übersetzer, Herausgeber, Literaturkritiker, Kunsthistoriker und einer der führenden Experten für iranische Teppiche. Parham gehörte zu den Ersten, die die westliche Form der Literaturkritik nach Iran brachten.

Sein Bachelor-Abschluss erfolgte 1951 an der Universität Teheran, gefolgt von einem Doktortitel in Politikwissenschaft an der University of California, Berkeley im Jahr 1954. Sein Werk Realismus und Anti-Realismus (1954) war eine bahnbrechende Veröffentlichung, die rasch vergriffen war und – zusammen mit Reza Seyed-Hosseinis Literarische Schulen – über Jahre hinweg als Standardwerk für iranische Autoren galt.

Parham war zudem einer der Mitbegründer des Nationalarchivs Irans und leistete wichtige Beiträge zur Bewahrung kultureller und historischer Dokumente. Mit seinen Forschungen und Veröffentlichungen zu handgeknüpften Teppichen prägte er die internationale Teppichkunde und Kunstgeschichte.

Der Dichter und Historiker Mohammad Shams Langeroudi bezeichnete ihn als „den aktivsten Literaturkritiker der 1950er Jahre“, einen marxistischen Kritiker, der den Realismus konsequent betonte und eine klare Trennung zwischen realistischem und nicht-realistischem Kunstschaffen zog.

Siros Parham verstarb am 14. September 2025 (24. Schahrivar 1404, iranischer Kalender) im Alter von 95 Jahren. Sein Vermächtnis lebt in der iranischen Literatur, Kunstkritik und Teppichforschung fort.

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